Handänderungen und Renovationen


Leider gefiel Kamil der Alkohol zu gut. So war es einem Makler ein Leichtes, Ende der 60iger Jahre
Kamil das Heidehus abzuluchsen. Kurz darauf verkaufte der Makler das Haus dem Zimmermann
Hischier. In der Folge riss Hischier die Specksteinöfen heraus, demontierte die Fussboden-Bohlen
(dicke Bretter) der Wohngeschosse, die gegenseitig verdübelt und in die Wandbalken und den
Dielbaum eingenutet waren. Die neuen Böden aus Spahnplatten wurden so gesetzt, dass die
Zimmerhöhe mindestens 1m 80 cm betrug. In beiden Wohnungen wurde fliessendes Wasser
und ein WC eingebaut. Die Eingangstüre im Parterre ersetzte Hischier durch eine Türe in heutiger
Normhöhe. Die Eingangstüre im ersten Stock wurde nicht ersetzt und blieb 1m 50 cm hoch. Eventuell
schon von Kamil und Felix Holzer, aber spätestens jetzt erhielt die Südwand im ersten Stock links
und rechts neben der Türe ein für Walliserhäuser zu grosses Fenster. Auch hatten die übrigen
Fenster Vorfenster zum Aushängen im Sommer erhalten.

1971 verkaufte der Zimmermann Hischier das Heidehus der Familie Heinrich und Hedi
Messerli-Nydegger. Die Eltern Messerli sanierten das Heidehus zusammen mit ihren Kindern
Thomas, Christina und Andrea weiter. Die Fassade wurde erneut braun, die Fensterrahmen weiss
gestrichen. Im ersten Stock wurde von der Schreinerei Perren in die Westwand der Wohnküche
zwei neue Fenster mit Doppelglas eingebaut. Alle Fenster des ganzen Hauses wurden in einer
späteren Phase durch Doppelglasfenster ersetzt. Die Küchen erhielt eine Küchenkombination.
In beide Wohnungen wurde eine Dusche eingebaut. Als Heizung diente zuerst im ersten Stock
ein Ölofen, der bald durch einen Holzofen ersetzt wurde. Im Parterre liessen Messerlis wieder
einen alten Specksteinofen einbauen. Später wurden beide Wohnungen zusätzlich mit Elektro-
Speicherheizungen ausgerüstet.

1993 verschrieb Heinrich und Hedi Messerli die Wohnung im ersten Stock der Tochter Andrea
Messerli und ihrem Mann Ruedi Lehmann und Tochter Ursula Lehmann.

Als erstes wurde in der Wohnung im ersten Stock durch die Schreinerei Perren in die Südwand
Fenster im Walliserstil und eine Balkontüre eingebaut. Bei allen weiteren Arbeiten half die ganze
Familie mit. Ruedi meldete die obere Wohnung beim Elektrizitätswerk ab und machte mit
Solarenergie eine autonome Inselanlage für Strom und Warmwasser. Ein neuer Holzkochherd
heizt die ganze Wohnung. Zusätzlich lässt es sich auch wunderbar darauf kochen und im Feuerraum
backen. 2002 rissen Ruedi, Ursula und Andrea das alte Täfer und die Wände zwischen Wohnküche
und westlichem Zimmer heraus. Auch die Decke wurde gegen den Dachstuhl geöffnet.
Seppi Imhasly von der Schreinerei Perren isolierte in Folge den Dachstuhl und die Wände der
ganzen Wohnung und montierte helles Naturholztäfer. So ist die obere Wohnung nun grosszügig
offen und lichtdurchflutet.

2013 konnte die dringend notwendige Erneuerung des Daches in Angriff genommen werden.
Die Asbesteternitplatten wurden entsorgt und eine zusätzliche Isolation angebracht. Auf der
Ostseite Lärchenholzschindeln verlegt und auf der Westseite eine Solaranlage. Jetzt ist mehr
als genügend Solarstrom fürs ganze Haus vorhanden.

Seit 2007 bewohnen Ruedi und Andrea das ganze Jahr die Wohnung im ersten Stock.
Nun wurde 2014 die Wohnung im Parterre isoliert. In der Küche wurde gegen Süden ein Fenster
eingebaut. Jetzt fällt viel Licht und Sonne in die Räume.
Zusätzlich wurden zwei Schlafkammern eingebaut. Die urchige Wohnstube mit dem abgeschliffenen,
hellen Kasettentäfer und Specksteinofen wirkt ursprünglich und historisch. Die Wohnküche mit dem
Stabellenmobiliar wirkt warm und gemütlich